Rock am Ring 2018: Info und Bewertung

Vom 01.06.18-03.06.18 fand wieder das alljährliche und international bekannte Rockfestival am Nürburgring statt. In diesem Beitrag möchte ich lediglich, für alle Interessenten des Festivals, die wichtigsten Informationen darlegen und mein Fazit, sowie meine Bewertung abgeben. Einen ausführlichen Bericht der einzelnen Tage findet ihr später auf meinem Blog. Gehen wir zunächst auf ein paar Aspekte ein:

Aufbau/Ausstattung:

1. Das Festivalgelände

Vor dem Haupteingang hat LIDL ein eigenes Gelände mit Chillzone und Supermarkt errichtet. Dort findet ihr eigentlich alles Nötige an Essen, Camping Equipment, Alkohol, etc. Die Produktvielfalt ist zwar eher gering, dafür gibt es alles in sehr großer Zahl. Wenn ihr also spezielle Wünsche habt, solltet ihr diese vorher besorgen. Nach dem ersten Security-Check befindet man sich in einer Art Vor-Festivalgelände. Hier gibt es Geldautomaten, diverse Essens-Merch und sonstige Ausrüstungsstände mit Gummistiefeln, Sonnenbrillen, etc. Auch eine kleinere Bühne, mit klassischer TURN-UP Clubmucke vom DJ ist hier aufgebaut. Am eigentlichen Haupteingang wird man dann noch einmal etwas genauer gecheckt. Das Festivalgelände besteht aus drei Stages: einer Mainstage und zwei kleineren Bühnen. Auch hier finden sich unzählige Fressbuden wie Asia, Pizza, Döner, Burger, Crepes etc. und verschiedene Sponsoren haben ihre Stände, mit Möglichkeiten zum Zeitvertreib aufgebaut. So gibt es eine Bar mit Dancefloor von Jägermeister, in einem riesigen Holzhirsch (Trojaner aufgepasst) oder Telekom bietet eine Chillzone mit WIFI-Hotspot, was sehr nützlich ist, da das Mobilfunknetz fast durchgehend down ist. Des Weiteren gibt es noch weitere Attraktionen, wie Boxauto, Riesenrad, und, und, und…

2. Der Campingplatz

Wir waren auf dem Campingplatz B5 untergebracht, ca. 20min Fußweg vom Festivalgelände entfernt. Für alle Lauffaulen ist auch ein Shuttlebus für 6€, über das ganze Wochenende, verfügbar. Die Investition ist eine Überlegung wert, da die Strecke, vor allem mit Gepäck, teilweise echt nervig ist. Man ist allerdings an die Fahrtzeiten gebunden. Der Campingplatz selbst ist eigentlich nur eine große Wiese, d.h. kein Strom! Wenn ihr also selbst kochen wollt, dann mit Gasbrenner, etc. Gekühlte Ware könnt ihr in einer Kühlbox, mit Eiswürfeln vom LIDL immer frisch halten. Ansonsten ist der Campingplatz mit Dixiklos und einer extra errichteten sanitären Anlage ausgestattet. Dort könnt ihr für 3€ eine kalte Dusche nehmen, es gibt Waschbecken und etwas „bessere“ Toiletten. Wie ihr euch vorstellen könnt ist bei Tausenden, größtenteils alkoholisierten Festivalbesuchern alles nicht sehr sauber und ihr müsst auf Hygiene für ein paar Tage eher verzichten.

Kosten:

Für meinen Kumpel Benedict und mich war es glücklicherweise ein relativ günstiges Wochenende, da er durch sein Praktikum bei bigFM Freikarten für Festival, Camping- und Parkplatz bekommen hat. Ein Wochenendticket würde nämlich, zumindest zum Zeitpunkt des Festivals, 195€ kosten. Für Camping- und Parkplatz kommen nochmal ca. 50€ hinzu. Je nach Art der Anreise, sind auch die Fahrtkosten zu beachten. Wir selbst sind mit dem Auto angereist und benötigten deshalb noch ca. 30€ Benzinkosten, pro Person. Verpflegung kriegt ihr am günstigsten im LIDL vor Ort oder bringt sie sogar selbst mit. Die Preise im LIDL sind normale Supermarktpreise, zudem gibt es auch besondere Angebote und Rabatte. Etwas teurer hingegen sind die Essensstände. Ihr bekommt eigentlich nirgendwo eine Mahlzeit unter 5€ und diese sind zudem nicht sehr groß. Aus eigener Erfahrung kann ich die Brotmahlzeiten (z.B. Großes Brötchen überbacken mit Käse und Schinken) am ehesten empfehlen, da diese noch am meisten satt machen und ihr mit 4€ relativ wenig bezahlt. Alkoholische Getränke sind auf dem Festival auch sehr teuer und so zahlt ihr z.B. für 0,5l Bier 7€ mit Pfand. Mein Tipp also: bei LIDL den Alkohol kaufen und dann im Auto bunkern, wenn ihr ein Parkplatz in der Nähe vom Festival habt. Ihr habt immer mal wieder Zeit, um das Gelände zu verlassen und kurz nachzutanken. Wenn ihr faltbare Flaschen habt, könnt ihr den Alkohol sogar umfüllen und mit auf das Gelände nehmen! Alles in allem habe ich also nochmal ca. 100€ für Verpflegung und Sonstiges gebraucht. Damit kommen wir auf einen gesamten Kostenstand von ca. 130€, hätte ich die Tickets bezahlen müssen also ungefähr 400€.

Stimmung/Atmosphäre

Schon nach den ersten Schritten über den Campingplatz weis man, dass man hier an einem sehr besonderem Ort ist. Man sieht so viele Menschen, die aber größtenteils alle sehr fröhlich und auch freundlich sind. Wir hatten keine Probleme und uns gegenüber waren alle Bekanntschaften sehr nett und hilfsbereit. Nur einmal beobachteten wir eine Schlägerei ein paar Meter von unserem Zelt entfernt. Generell sind aber alle Besucher gut gelaunt und eigentlich durchgehend alkoholisiert. Deshalb herrscht sowohl auf dem Campingplatz als auch auf dem Festival eine sehr gute Stimmung und eine besondere Atmosphäre.

Sonstige Tipps

1. Fahrt rechtzeitig los, am besten schon am Vorabend, sodass noch keine Straßen gesperrt sind und ihr noch gute Plätze bekommt!

2. Wenn ihr bei Lärm nicht gut schlafen könnt, solltet ihr Ohrstöpsel einpacken.

3. Selbst mitgebrachte Speisen, wie hartgekochte Eier, Brot oder Konservenfutter brauchen keine Kühlung und eignen sich deshalb gut.

4. Druckt euch vorher den Zeitplan aus oder besorgt ihn euch bei einem Infostand.

5. Merkt euch gleich zu Beginn ein paar Anhaltspunkte, wo ihr euer Zelt aufgeschlagen habt, sodass ihr es später wieder findet.

Fazit & Bewertung

Das Festival hat meine Erwartungen um einiges übertroffen. Diese waren allerdings auch nicht sehr hoch, da ich eigentlich kein großer Rock Fan bin und mir dachte, was soll ich dann auf einem Rock Festival. Natürlich sind auch andere Musikgenres vertreten, insbesondere deutscher HipHop, sodass bestimmt jeder auf seinen Geschmack kommt. Außerdem bietet sich so viel Spaß auch außerhalb der Musik, durch nette Bekanntschaften, feiern, etc. , sodass diese für mich sogar eher nebensächlich wurde. Es herrscht einfach eine unglaubliche Stimmung, wie ich sie noch nie erlebt habe und macht Rock am Ring zu einem besonderen Erlebnis. Man muss dazu sagen, dass wir ausnahmsweise drei trockene und teilweise auch sonnige Tage erleben durften, bei Dauerregen wäre der Spaß sicherlich nicht so groß gewesen. Der einzige aber dafür große Minuspunkt sind jedoch die hohen Kosten, die wie gesagt ca. 400€ für ein Wochenende betragen und damit vor allem für Schüler und Studenten ein echtes Manko darstellen. Wem es nur um die Musik geht, könnte sich auch nur eine Tageskarte kaufen und so Geld sparen. Meiner Meinung nach sollte aber auf jeden Fall mindestens eine Nacht auch auf dem Campingplatz verbracht werden, es lohnt sich! Ich empfehle Rock am Ring also natürlich vor allem Musik- und Festivalliebhabern weiter, aber auch Leuten, die gerne feiern, unter Menschen gehen und Spaß haben wollen. Ein wirkliches Abenteuer mit Nervenkitzel und Adrenalin pur, findet ihr hier zwar nicht, aber es ist trotzdem ein ganz besonderes Erlebnis, weshalb ich auch hier darüber berichte. Kommen wir nun also zu meiner abschließenden Wertung.

Fun-Faktor: 5/5

Kosten: 2/5

Preis-Leistung: 3/5

LifeTime-Experience Gesamtwertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ /5

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